Die Maskengruppen und Figuren der Narrenzunft

Unter historischer Betrachtung wäre wohl ein „Henker" eine passende Figur der Narrenzunft Henkerhaus - jedoch hat sein Beruf etwas mit Fasnet, Freude oder Frohsinn zu tun? Eine Frage, die sich jeder am besten selbst beantwortet. Die Masken und Häser der Narrenzunft lehnen sich deshalb bewusst nicht an den schaurigen Namen der Zunft bzw. des „Henkerhauses" an.

Aus diesen Überlegungen und der damaligen Deutung, Fasnet habe auch mit den Jahreszeiten Winter, Frühling und Sommer, der Fruchtbarkeit und dem Licht zu tun, entstanden die Vogel- und Blumennarren. Später  kam dann die Figur des Kardelhannes hinzu.

Masken und Häser aller drei Gruppen sind freundlich gestaltet. Die Masken sind „geschlechtslos", d.h. sie können sowohl von Männern als auch Frauen getragen werden. Die Grundfarben der Häser - weiß und blau - entstammen der bäuerlichen Vergangenheit Baienfurts.

Der Vogel- und der Blumennarr sind eine freundliche Tiergestalt und ein Weißnarr. Beide wurden von Martin Arnold aus Weingarten, der auch für die Plätzlerzunft als Gestalter und Kunstmaler tätig war, in den 60ern des vergangenen Jahrhunderts entworfen und erhielten Anfang der 70er Jahre von Jürgen Hohl ihr heutiges Aussehen.