Henkerhaus – Lass d`Narra raus

Die Maskengruppen Handläufer & Clon stellen sich vor

Der Handläufer

„Verkehrte Welt“ – diese Bezeichnung würde zum Handläufer wohl ebenso passen, denn hier liegt wohl der Grundgedanke dieser Figur. Es soll jedermann in Erstaunen setzen, dass es möglich ist, sich so lange auf Händen aufrecht zu halten. Durch einfaches Bücken oder Seitwärtsbiegen erhält man die schwierigsten turnerischen Kunststückchen.

Den Handläufer gab es nachweislich schon Anfang der 1950er Jahre in Baienfurt und ist jetzt (2026) als „wiederbelebte“ Narrenfigur zum weiteren Bestandteil der Zunft geworden.     

Mit seiner Größe von ca. 2,50 m ist er weithin sichtbar. Die Maske wird aus Pappmasche in Eigenarbeit hergestellt und bemalt. Das Untergestell ist aus einer Alu-Konstruktion mit notwendigen Lederriemen gefertigt und das Clon-Häs in Baumwollstoff genäht. Das farbenfrohe Muster passt sich der Farbenpracht unserer Blumenhäser an bzw. ergänzt diese.

Der Clon

In Anlehnung an den rheinischen Carneval wurde auch im „Henkerhaus“ 1938 ein „Prinz“ vorgestellt. Neben diesem Prinzen Carneval gab es eine Heerschaar von „Clons“, wie man sie in Baienfurt genannt hat. Nach KI entspringt der „Klon“ dem Griechischen „klon“ für Zweig, Schößling, ist eine genetisch identische Kopie. Der Begriff kann auch eine traditionelle Narrenfigur „Clon“ in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht beschreiben, was er in unserem Fall tut.

Das „Häs“ des Clon ist aus farbenfrohem Baumwollstoff genäht und fügt sich somit in des Gesamtbild der Zunft ein. Neben Spitzhut und Halskrause gehören Rätsche oder Klatschpappe zu seiner Ausstattung. Das Gesicht ist freundlich geschminkt.

Der Clon begleitet den Handläufer bei den Narrensprüngen. Ausschließlich auf dem Kanonenwagen, der am Schluss des Baienfurter Narrensprungs fährt, ist in „freier Gestaltung“ zu sehen.