Der „Neunerbeck“ – Zunfthaus und Museum (Teil 4)

Grundsätzlich ist es nichts Außergewöhnliches, ein Zunfthaus mit einem kleinen Museum sein eigen zu nennen. Wenn dieses Haus allerdings einen direkten Bezug zur Fasnet hat, dann sieht das schon ein wenig anders aus.

Das Fasnetssprüchle: „Beim Bräuhäusle ums Eck, do wohnt d´r Neunerbeck“ ist wohl mit der einen oder anderen Namensnennung in mehreren Narrennestern bekannt. Bräuhäusle und Neunerbeck sind  nur einen Steinwurf von einander entfernt. Dass die beiden Gebäude so eng zusammenstehen, ist vielleicht kein Zufall und könnte mit dem eben erwähnten Spruch zusammen hängen.

Die ganze Geschichte dieser außergewöhnlichen Begebenheit zu beschreiben, würde wohl den Rahmen dieses Artikel sprengen. Jeder Besucher des Landschaftreffens, der in den „Neunerbeck“ kommt, ist aber herzlich eingeladen, die Geschichte persönlich vom Autor dieses Beitrages erzählt zu bekommen.

Seit ihrer Eröffnung 2011, dem 75 jährigen Zunftjubiläum und anlässlich des 1. Narrentreffens, sind Zunfthaus und Museum die Heimat der Narrenzunft „Henkerhaus“, deren Namensgeber, das Henkerhaus, 1972 einem Brand zum Opfer gefallen ist.

Zentral gelegen bietet der „Neunerbeck“ im Erdgeschoß Platz für die vielfältigen Veranstaltungen der Zunft. Das Kardel- und Zunftmuseum sind im ersten Stock untergebracht. Als einziges Museum in Deutschland dokumentiert es den Anbau und die Verwendung der Karde. Hier schließt sich der Kreis von bäuerlicher Vergangenheit und fastnächtlichem Brauch.