Der Wandfries im „Neunerbeck“ (Teil 3)

So eine Zunftstube hat üblicherweise Wände, die mit einer weißen Farbe gestrichen, einen wenig einladenden Eindruck vermitteln. Ein „Sammelsurium“ an Bildern wäre eine Möglichkeit, diese weißen Flächen zu reduzieren. Doch gefällt das den Zunftmitgliedern und den vielen Besuchern? „Eher nicht“. Was also tun?

Diese Frage stellten sich Vorstand und Beirat des Fördervereins, der für den Betrieb des „Neunerbeck“ verantwortlich ist. Verschiedene Ideen wurden geboren. Von einem „Setzkasten“, in dem Masken und närrische Utensilien untergebracht werden können bis zu einem Wandfries. Doch wie soll so ein Fries gestaltet werden? Ideal, wenn man auf kreative Personen im Rat und einen „Haus- und Hofkünstler“ Günther Sterk zurückgreifen kann. Die Idee der Darstellung eines Narrensprunges war geboren – doch mit welchen Zünften – Brauchträgern oder Akteuren?

Diese Frage war sehr schnell beantwortet: Es sollen die Zünfte der Landschaft Oberschwaben-Allgäu sein! Applaus, Jubel, beschlossen und verkündet. Fertigstellung bis zum Landschaftstreffen. Zeit insgesamt 14 Monate. Günther kommt ins Schwitzen. Doch er und wir sind zuversichtlich. Stand heute (Anfang Dezember) sind noch 2 Bilder zu malen – es müsste reichen. Wer den Fries im Original sehen will, darf herzlich gern zum Landschaftstreffen kommen. Wir freuen uns darauf! In den kommenden Wochen werden die einzelnen Zünfte der Landschaft vorgestellt – von der Entwurfszeichnung über einen kurzen Beschrieb von Maske und Häs bis zum fertigen Fries.