Röllizunft Siebnen

Besonderes zur Zunft/Bräuche

Gründung 1933

Die Fasnachtstage, welche heute mit dem Einschellen (Einscheller mit zwei Riesenschellen im Joch getragen) am 6. Januar starten, werden von allen Fasnachtsgruppen der Gegend getragen. Die Röllizunft ist für den „Gudelmändig“ Vormittag mit der Rölli-Chnölli Suppe und am „Chline Zystig“ Nachmittag für die Wurst- und Brotverteilung verantwortlich.

Die übrigen Fasnachtsveranstaltungen sind auf die anderen Siebner Fasnachtsgruppen verteilt.

Der sogenannte „Litschirölli“ wurde in aufwändiger Handarbeit von den Röllizunftlern selber hergestellt.

Zunftfahne

Domino

Das oder der Domino

Es geht auf die Leute zu und unterhält sich mit Ihnen. Es weiß einiges über die Leute zu berichten. Es trägt einen langen Überrock in Samt mit verschiedenen Verzierungen.

Es hat eine Kopfbedeckung die spitz zulauft.

Es stammt von Italien. Von der Commedia del Arte.

Das Domino hat eine Halblarve mit Stofftuch.

Manchmal hat das Domino ein Neckinstrument in der Hand.

Zunftrat

Rölli

Der Rölli verteilt aus seinem weißen Sack Erdnüsse und Süßigkeiten. Sein tänzelnder Schritt bringt die Glocken in rhythmische Klänge.

Der Rölli hält Nüsse und Süßigkeiten in die Höhe. Wenn die Zuschauer sehr laut „Rööööli“ rufen, erhalten Sie etwas. Der Rölli hört leider sehr schlecht. Man muss ihn sehr laut anschreien!

Der Narrenruf ist: Rölli, Rölli, Suppechnölli. Eigentlich ein Neckruf.

Die Maske stellt ein junges Männergesicht dar mit einer aufgemalten Biedermeier Brille. Auf der Maske sind 3 Stirnfalten und auf dem Kinn ein Grübchen. Der Schnauz ist in Holz geschnitzt und der kleine Mund hat regelmäßige Zahnreihen. Schnauz nach unten besagt, dass es sich um einen Siebnerrölli handelt. Die Röllimasken unterscheiden sich im Farbton und an den Brillenformen.

Um die Lenden trägt der Rölli ein Gschell oder G’röll von Schellenrollen welches dem Rölli den Namen gibt.

Das Narrenkleid ist aus über 10’000 aufgenähten Wollponpons in den Farben rot, orange und grün, welche in Rautenform angeordnet sind.

Narrenutensil: Bürste zum Necken der Zuschauer.

Fossli

Er ist der Ungestüme, er treibt mit seiner Schweineblase oder „Süblotere“ die Zuschauer zurück in die Reihen. Er hat ein schweres Bronzegschell um die Lenden, damit man ihn hört wenn er angerannt kommt.

Sein Kleid ist aus alten aufgenähten überlappenden Stoffstreifen welche zu regelmäßigen Fransen eingeschnitten werden. Er trägt einen Haube oder „Chutz“ der spitz zuläuft.

Als Maske trägt er eine Drahtgazelarve. Auf dieser ist ein Männergesicht aufgemalt